Was sich alles verändert hat, seit wir uns vegan ernähren

Was sich alles verändert hat, seit wir uns vegan ernähren

Anfangs fiel uns die Ernährungsumstellung sehr schwer. Bevor Jamie geboren wurde waren wir furchtbare Esser. Jede Menge Zucker in Form von Süßigkeiten und 1,5 Liter Cola am Tag, Fertiggerichte und Pizzaservice waren bei uns keine Seltenheit. Gemüse oder Salat kamen hier allenfalls als Beilage oder eher Deko auf den Teller. Obst haben wir regelmäßig weggeschmissen, weil es schlecht wurde. Wären wir vor einem mit Gemüse gefüllten Kühlschrank gestanden, hätten wir gesagt: „Wir wissen nicht was wir kochen sollen, wir haben nichts da.“

Seit Jamies Geburt haben wir uns immer mehr und mehr mit dem Thema Ernährung beschäftigt und immer mehr umgestellt. Als erstes haben wir auf Industriezucker verzichtet und da schon gemerkt, was so eine Ernährungsumstellung ausmacht. Als nächstes haben wir immer mehr Gemüse in unsere Ernährung eingebaut, Milchprodukte weggelassen,… So ging das ganze eigentlich recht schleichend voran und es kam eins zum anderen und wir haben teilweise erst im Nachhinein gemerkt, dass wir plötzlich Dinge verändern, die wir nie wollten. Auch wir hatten die typischen Vorurteile gegenüber Veganern und der veganen Ernährung, heute können wir darüber nur noch lachen und den Kopf schütteln.

Nun ernähren wir uns mittlerweile seit einigen Monaten (mit wenigen Ausnahmen, die aber auch weniger werden und irgendwann mir Sicherheit ganz wegfallen) vegan. Und ich muss sagen, wir waren und sind teils immer noch sehr überrascht, was wirklich alles mit der Ernährung zusammenhängt.

Du nimmst ab und bekommst ein gesundes Gewicht

Dass wir angefangen haben abzunehmen ist ja erstmal nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Obst und Gemüse wesentlich weniger Kalorien als Fastfood hat. Dass wir aber, gerade Anfangs, in so einer rapiden Geschwindigkeit an Gewicht verlieren und dabei sogar wesentlich mehr essen als früher, hätten wir nicht gedacht. Bei Alex hat sich das Gewicht mittlerweile eingependelt, bei mir sind es noch ein paar Kilo zu viel, die zwar nun nicht mehr so schnell aber dafür stetig weniger werden.

weniger Hunger und kein Heißhunger mehr

Wir essen regelmäßiger und haben weniger Hunger. Während Alex früher riesige Portionen Schokomüsli mit Milch zum Frühstück und dann Vormittags in der Arbeit große Sandwiches mit Salami, Käse und Mayo und Knabberzeug nebenbei verdrückte, reicht ihm jetzt in der Früh ein grüner Smoothie und in der Arbeit ein Salat.

Gerade bei mir ist der starke Heißhunger verschwunden der dazu führte, dass ich nicht selten eine ganze Tafel Schokolade auf einmal aß. Ok  ich gebe es zu, es waren eher zwei und noch ein Eis hinterher. Wenn ich nun zwischendrin Hunger bekomme, der Heißhunger ist wirklich komplett weg, mache ich mir einen Rohkostteller, der aber mittlerweile eigentlich eh immer da steht und jeder mal rein greift.

Wir haben uns lange vor einer Ernährungsumstellung gesträubt, weil wir auf nichts verzichten wollten. Aussagen wie: „Ich verzichte auf nichts“ während gleichzeitig erzählt wurde, dass nun mehr Gemüse und weniger Süßes, kein Brot oder was auch immer mehr gegessen wird, konnten wir nicht ernst nehmen. Das war für uns Diät und Zwang.

kein Verzicht sondern ein erweiterter Speiseplan

Ja, was soll ich sagen? Jetzt gehören wir selbst zu denen, die sagen: Wir verzichten auf nichts. Und es stimmt. Aus unserer früheren Sicht verzichten wir natürlich auf jede Menge Dinge, die uns mal wichtig waren. Aber mit der Ernährungsumstellung verändert sich auch der Geschmack und die Vorlieben. Wir verzichten nicht, weil wir diese Dinge gar nicht mehr essen wollen, weil sie uns teilweise gar nicht mehr schmecken.

Ich habe zu Gast bei Freunden, gerade Anfangs, immer mal wieder z.B. Fleisch probiert wenn wir beim Grillen waren, obwohl es mich schon von Anfang an nicht gereizt hat und es hat mir tatsächlich nicht geschmeckt. So habe ich an solchen Abenden „nur“ gegrilltes Gemüse und Salat gegessen. Für andere sah es wahrscheinlich nach Verzicht aus und auch ich hätte es vor gar nicht all zu langer Zeit als Diät und Verzicht gesehen. Aber das ist es nicht, denn ich habe es ja freiwillig nicht gegessen, weil ich es nicht wollte, es mir eben nicht geschmeckt hat.

In Wirklichkeit erweitert sich dein Speiseplan sogar, wenn du dich vegan ernährst. Durch die Geschmacksänderung probierst du immer mehr neue Sachen. Dinge die dir nie geschmeckt haben, sind plötzlich so unglaublich lecker, dass du dich fragst, wie du nur dein Leben lang darauf verzichten konntest. Man wird experimentierfreudig und probiert viele Sachen aus. So genanntes Pseudogetreide wie z. B. Quinoa und Amaranth, aber auch Hülsenfrüchte wie rote Linsen hätte ich früher nie gekauft, jetzt bereichern sie täglich unser Essen. Alles schmeckt so viel intensiver und besser. Du merkst schon, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

bessere Verdauung

Durch die vielen Enzyme und Ballaststoffe verbessert sich auch die Verdauung oder besser gesagt, sie normalisiert sich. Blähungen und ein harter Bauch gehören der Vergangenheit an.

schönere und klare Haut

Die Haut verbessert sich. Bleiche, trockene, pickelige, juckende und schuppende Haut weicht einer frischen, glatten und rosigen Haut. Sogar Ekzeme und Neurodermitis können völlig verschwinden. Ich habe seit Jahren an den Fußrücken und gelegentlich auf den Handrücken und dem Oberarm solche Ekzeme und wusste nie woher sie kamen. Seit wir uns vegan ernähren sind sie komplett verschwunden und wenn ich mal ein paar Tage Mist esse, was gerade während der Umstellungsphase noch vorkam, sind sie sofort wieder da.

bessere Gesundheit

Wir sind gesünder. Gut, wir waren schon immer eher selten krank und gingen noch nie wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt. Aber mit der Ernährungsumstellung sind auch die ganzen Wehwehchen verschwunden. Jamie war mit seinen fast 3 Jahren, außer zu den U`s, die hier in Bayern Pflicht sind, noch nie beim Arzt und Alex leidet nicht mehr ständig an Kopfschmerzen.

mehr Leistung und Bewegung

Wir sind leistungsfähiger und bewegen uns mehr. Bewegung macht plötzlich Spaß, wir sind voller Energie und Tatendrang. Kein träges auf der Couch sitzen mehr nach dem Essen. Endlich liefert uns die Nahrungsaufnahme das wofür sie gedacht ist. Wir machen nun regelmäßig Sport, das Auto bleibt so gut wie immer im Alltag stehen und wir laufen, wir gehen schwimmen und toben mit Jamie auf dem Spielplatz.

weniger Schlaf

Wir brauchen weniger Schlaf. Egal wie viel wir früher geschlafen haben, wir waren irgendwie immer müde. Ich brauchte jede Nacht mindestens 8, eher 10 Stunden schlaf um halbwegs zu funktionieren. Mit Kind eigentlich kaum möglich. Jamie war Phasenweise alle halbe Stunde wach und ich fix und fertig. Heute reicht mir viel weniger Schlaf. Klar liegen wir auch gern mal länger im Bett, vor allem um miteinander zu kuscheln, aber uns reichen auch 4 Stunden zum Schlafen um den ganzen Tag fit zu sein. Wodurch wir natürlich auch sehr viel Zeit gewinnen während Jamie schläft um z.B. zu arbeiten oder einfach mal Zeit als Paar zu haben.

erhöhte Konzentrationsfähigkeit

Wenn ich gerade vom Arbeiten rede. Auch diese geht nun viel schneller und leichter von der Hand, da wir uns viel besser konzentrieren können. Das Gehirn arbeitet einfach irgendwie effizienter.

stärkeres Selbstbewusstsein

Auch ein stärkeres Selbstbewusstsein ist ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt unserer Ernährungsumstellung. Dadurch, dass wir uns so viel besser und fitter fühlen, laufen wir automatisch aufrechter, gehen mit einem Lächeln in die Welt hinaus und strahlen an sich einfach viel mehr Zufriedenheit aus. Dies wiederum zieht andere Leute an, man wirkt einfach viel sympathischer.

entspannter und gelassener Umgang mit Stresssituationen

Die Letzte und für uns die wichtigste Veränderung seit wir uns vegan ernähren ist, dass wir wesentlich entspannter und gelassener werden, vor allem im Umgang mit Jamie.Wir sind auch in stressigen Situation nicht mehr so schnell genervt und können viel ruhiger und bedürfnisorientierter reagieren. Auch Alex und ich streiten viel weniger und ich muss sagen, ich werde das Gefühl nicht los, dass irgendwas in unserer alten Ernährung aggressiv macht.

Dass sich so unheimlich viel in unserem Leben ändern wird, nur weil wir unsere Ernährung umstellen und sich dadurch so viel neue Möglichkeiten und Wege auftun, hätte ich ehrlich gesagt nie gedacht und ich bin so froh, dass wir diesen Weg eingeschlagen haben.

Dennoch werde ich bei manchen Dingen immer wieder Rückfällig. Also wenn ihr einen Tipp für einen megaleckeren veganen Käse für mich habt, würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir ein Kommentar hinterlässt.

Alles Liebe

Nina

 

 

 

 

Warum du in der Stillzeit alles essen darfst

Warum du in der Stillzeit alles essen darfst

Im letzten Dezember schrieb ich, im Zuge einer Adventskalender-Aktion der Stilltante Nadine Brüderer einen Artikel zum Thema: „Ernährung in der Stillzeit“. Mittlerweile ist mein Beitrag auch öffentlich auf Nadines Blog erschienen. Schaut mal bei der Stilltante vorbei, es lohnt sich. Nadine ist eine wundervoll emphatische Frau und trägt mit ihrem Familiencoaching nach ihrem eigenen Federleicht-Programm entscheidend zu einem bedürfnisorientierten Umgang mit unseren Kindern bei.

Da es sich hier um ein wichtiges und stark diskutiertes Thema handelt, möchte ich meinen Artikel auch hier noch einmal mit euch teilen:

Warum stillen einfacher ist als gedacht

Stillen ist mitunter eins der Themen um die sich die meisten Mythen ranken. Als Stillberaterin erreichen mich täglich mehrere davon.

Das Thema Ernährung in der Stillzeit ist dabei ganz hoch im Kurs. Schnell wird aus Unwissenheit entweder von Anfang an gar nicht gestillt oder sehr schnell abgestillt. Sei es, weil die Frau sich nicht vorstellen kann so lang auf viele Dinge zu verzichten oder einfach weil sich das Stillen vermeintlich als kompliziert und unpraktisch herausstellt .

Die meisten Mütter haben so wahnsinnige Angst davor irgendetwas falsches zu essen oder anderweitig zu sich zu nehmen und ihrem Kind dabei unabsichtlich zu Schaden, dass sie ihm dabei das wichtigste verwehren , was ihr Kind in seinem ganzen Leben zu sich nehmen wird:

die Muttermilch

Um zu verstehen, dass die meisten Nahrungsmittel der Mutter nichts mit Bauchschmerzen oder sonstigen Problemen beim Kind zu tun haben, muss man erstmal wissen, wie Muttermilch gebildet wird. Viele Mütter denken immer noch, dass die Milch aus ihrem Essen gebildet wird. Aber mal ehrlich: Wie soll denn mein Mageninhalt in meine Brust kommen?

Vereinfacht gesagt ist es so: Blutgefäße enden in der mütterlichen Brust in den Milchbläschen, deren Inneres mit Milch bildenden Drüsenzellen ausgekleidet ist. Die Muttermilch wird also aus dem mütterlichen Blut gebildet. Alleine mit diesem Wissen machen viele Mythen gar keinen Sinn mehr.

Muttermilch und deren Bildung ist ein unheimlich komplexes Thema und so ganz werden wir dieses Wunder der Natur vielleicht nie verstehen. Doch ein paar wissenschaftliche Fakten widerlegte Mythen sind folgende:

„Mein Kind bekommt Bauchschmerzen und Blähungen wenn ich Kohl / Zwiebeln / Bohnen / … esse.“

Fakt ist, dass viele Babys Probleme mit Blähungen haben. Fakt ist aber auch, dass dies an dem noch unreifen Darm und nicht an der Nahrung der Mutter liegt. Blähende Lebensmittel bilden bei ihrer Verstoffwechselung vermehrt Gase, die irgendwie aus dem Darm wieder raus müssen. Das können sie nur auf einem Weg: Die Mama bekommt Blähungen.

Die Gase gelangen allerdings nicht ins Blut und somit auch nicht in die Muttermilch.

Ich habe festgestellt, dass viele Mütter, nach dem Konsum von blähenden Lebensmitteln, verstärkt auf Reaktionen ihres Kindes warten. So nehmen sie kleinste Verhaltensänderungen ihres Babys verstärkt war, denen sie sonst gar keine Aufmerksamkeit geschenkt hätte.

„Von Zitrusfrüchten, Erdbeeren oder auch Kohlensäure bekommt mein Kind einen roten Po“

Weder das mütterliche Blut, noch die Muttermilch sind nach dem Genuss von säurehaltigen Nahrungsmitteln sauer. Säure aus Lebensmitteln wird im mütterlichen Verdauungstrakt neutralisiert. Bedenke dabei, dass die Magensäure um ein vielfaches saurer ist, als jedes Lebensmittel. Somit ist ein roter Po durch säurehaltiges Essen schlicht unmöglich.

 

Dennoch können winzige Bestandteile der Nahrungsmittel ins Blut und somit auch in die Muttermilch gelangen. Dazu gehören beispielsweise Fremdeiweiße wie Kuhmilcheiweiß.

Dies spielt allerdings nur bei hochallergischen Kindern eine Rolle, da diese auch schon auf die kleinsten Spuren allergisch reagieren könnten.

 

Auch starke Aromen gehören zu den wenigen Dingen, die einen Einfluss auf die Muttermilch haben.

Eigentlich können alle Aromen, bei denen wir nach dem Essen über die Haut danach riechen, auch in die Muttermilch gelangen. Dies ist zum Beispiel  bei Zwiebeln und Knoblauch der Fall. Auch Lakritze oder Vanille sind Lebensmittel die solche Aromastoffe enthalten.

Aus diesem Grund sollten diese Lebensmittel aber nicht gleich gemieden werden. Im Gegenteil wird eine geschmacklich abwechslungsreiche mütterliche Nahrung sogar empfohlen. Studien ergaben, dass Babys „Knoblauchmilch“ einer nicht aromatisierten Milch vorziehen und auch später abwechslungsreicher essen.

Alkohol in der Stillzeit –

hier scheiden sich die Geister. Fakt ist, dass niemand Alkohol zum überleben braucht. Fakt ist aber auch, das viele Mütter abstillen, weil sie mal wieder ein Gläschen trinken wollen.

Noch ein Fakt ist, dass Alkoholkonsum in Maßen durchaus mit dem Stillen vereinbar ist, vor allem wenn das Kind schon Beikost bekommt.

Da Muttermilch aus dem mütterlichen Blut gebildet wird, enthält die Muttermilch immer so viel Alkohol, wie das Blut der Mutter.

Selbst wenn du also 1 Promille Alkohol im Blut hast ( und da hast du nicht nur ein Gläschen Sekt getrunken), kommt beim Kind effektiv so gut wie nichts davon an. Zur Erklärung: Die Muttermilch enthält in dem Fall 1 Promille Alkohol, das ist 1 ml Alkohol auf einen Liter Muttermilch! Selbst wenn dein Kind also auf einmal einen Liter Milch trinken würde, würde es gerade mal einen Milliliter Alkohol aufnehmen. Jede Banane, jeder Apfelsaft, ja sogar jede Scheibe Brot enthält wesentlich mehr Alkohol. Eigentlich enthält so gut wie jedes Lebensmittel mehr Alkohol.

Noch ein schwieriges Thema ist das Abnehmen in der Stillzeit

Das ist zwar jetzt kein bestimmtes Lebensmittel, hat aber ja dennoch mit der Ernährung zu tun. Daher denke ich, dass es ganz gut hier rein passt. Mal abgesehen davon, das es sowieso mein Artikel ist, wer will es mir also verbieten??

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass beim Abnehmen Giftstoffe in die Muttermilch und somit zum Kind gelangen. Wenn man mal kurz darüber nachdenkt, wäre die Natur, die gleiche die ein Kind in dir heranwachsen lässt und die gleiche, die die perfekte Nahrung für dein Kind geschaffen hat, ganz schön dumm.

Frauen setzen in der Schwangerschaft Fettreserven extra für die Stillzeit an um nach der Schwangerschaft davon zehren zu können. Es ist also durchaus so geplant, dass wir in der Stillzeit abnehmen. Die Brust ist von Natur aus kein Entgiftungsorgan und fängt auch in der Stillzeit nicht plötzlich damit an, eins zu sein. Du solltest lediglich auf genügend Kalorien und eine ausgewogene Nährstoffversorgung achten um Kreislaufproblemen, verminderter Milchbildung und einem mütterlichen Mangel vorzubeugen.

 

Zu guter Letzt noch zwei Dinge die mit Ernährung zwar rein gar nichts zu tu haben, aber sehr wichtig zu erwähnen sind:

Medikamente und Rauchen in der Stillzeit

Viele Ärzte raten aus Unwissenheit leider vorschnell zum Abstillen und auch in Beipackzetteln steht aus Sicherheitsgründen grundsätzlich, dass das Mittel nicht für Schwangere und Stillende geeignet ist. In Wirklichkeit gibt es für nahezu jedes Medikament ein stillverträgliches Ersatzmedikament und auch gegen Stillen nach einer OP spricht im Normalfall nichts.

Das Pharmakovigilanz- ( die WHO definiert Pharmakovigilanz als alle Aktivitäten, die sich mit der Aufdeckung, Bewertung, dem Verstehen und der Prävention von Nebenwirkungen oder von anderen Arzneimittelbezogenen Problemen befassen ) und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charitè in Berlin, bietet eine Datenbank mit allen gängigen Medikamenten und deren Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit. Diese Datenbank ist unter dem Namen Embryotox bekannt. Medizinisches Fachpersonal ist dazu berechtigt, sich dort telefonisch beraten zu lassen. Bitte deinen Arzt darum, dies zu nutzen. Dir als Privatperson steht die Möglichkeit frei, dich auf der Internetseite von embryotox selbst zu erkundigen.

Rauchen in der Stillzeit führt auf Mamaforen immer wieder zu heftigen Diskussionen und Stillberatern wird immer wieder an den Kopf geworfen, wie sie so verantwortungslos sein können, einer stillenden Frau zu sagen, sie könnte ruhig rauchen. Diese Interpretation beruht allerdings auf einem Missverständnis, Unwissen und zu einem Teil auch aus Ignoranz.

Eines ist vollkommen klar: eine Mutter sollte nicht rauchen (sollte niemand, aber das ist ein anderes Thema?). Und niemals würde eine Stillberaterin einer stillenden Mutter empfehlen zu rauchen. Aber es gibt nun mal Mütter, die aus welchen Gründen auch immer, nach der Geburt ihres Kindes, nicht aufs Rauchen verzichten wollen oder können. Und genau an diese Mütter, die sowieso rauchen, richtet sich dieser Appell:

Lieber rauchen und stillen, als rauchen und Flasche

Denn es ist ganz einfach so, dass das Kind einer rauchenden Mutter den Giftstoffen ausgesetzt ist, ob diese Mutter nun stillt oder nicht. Aber, wenn sie stillt, bekommt das Kind wenigstens die ganzen wichtigen Inhaltsstoffe und Antikörper der Muttermilch. Wenn die Mutter nun aufgrund dessen, dass sie raucht auch noch auf das Stillen verzichtet, fehlen dem Kind zusätzlich noch diese wichtigen Bestandteile. Die Vorteile der Muttermilch überwiegen also eindeutig auch (oder gerade ) bei einer rauchenden Mutter.

Ich hoffe ich konnte nun etwas Licht ins Dunkle bringen und dazu beitragen wieder ein paar Mythen mehr aus der Welt zu schaffen.

Abschließend kann nur noch eins gesagt werden:

Stillen wäre so viel einfacher mit ein bisschen mehr

NatUrvertrauen